Kupfersulfat-Kristalle werden in der Druckgrafik seit langem als Ätzmittel für Zink eingesetzt. Zwar wird ihre Verwendung mit historischen Persönlichkeiten wie Goya in Verbindung gebracht, dies gilt jedoch als nicht gesichert. In der neueren Praxis, insbesondere ab den 1990er-Jahren, erhielt Kupfersulfat als sicherere Alternative zur Salpetersäure erneut Aufmerksamkeit – unterstützt von Druckgrafiker:innen, darunter Cedric Green und Nik Semenoff. Später wurde diese Entwicklung von Friedhard Kiekeben zur Saline-Sulfat-Ätzung für Zink, Aluminium und Stahl weitergeführt.
Als reine Lösung ätzt Kupfersulfat Zink zuverlässig. Durch die Zugabe von Natriumchlorid (Kochsalz) verbessern sich sowohl die Effizienz als auch die Standzeit der Lösung, was die Anwendung gleichmäßiger und berechenbarer macht. Daher ist es in vielen Werkstätten eine etablierte Option für weniger toxische Verfahren beim Metallätzen.